Glossar – DIN EN 12195-1

Glossar – DIN EN 12195-1

Praxisnahe Kurzdefinition für Einkauf, Logistik und Versand.

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DIN EN 12195-1

Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen – Sicherheit – Teil 1: Berechnung von Sicherungskräften.

Worum geht es?

DIN EN 12195-1 ist die Rechenbasis der Ladungssicherung. Sie beschreibt, wie die erforderlichen Sicherungskräfte (z. B. durch Zurrmittel, Reibung und formschlüssige Maßnahmen) berechnet werden – inklusive definierter Annahmen zu Beschleunigungen im Transport.

Warum ist das für Kunden wichtig?

  • Vergleichbarkeit: Aus „Pi mal Daumen“ wird eine prüfbare Auslegung (Anzahl Zurrmittel, Winkel, Vorspannung).
  • Weniger Risiko: Unterdimensionierung führt zu Schäden, Bußgeldern und Ärger im Schadensfall.
  • Weniger Kosten: Überdimensionierung kostet Zeit und Material – saubere Daten sparen beides.

Die größten Stellhebel in der Praxis

  • Reibwert µ: Unterlage / Antirutschmatten entscheiden oft über „reicht“ oder „reicht nicht“.
  • Zurrart: Niederzurren wirkt vor allem über zusätzliche Reibung; Direktzurren wirkt über Geometrie/Kraftkomponenten.
  • Geometrie: Zurrwinkel und wirksame Zurrpunkte sind entscheidend.
  • Fahrzeug/Festigkeit: Aufbauten (z. B. Code XL) können Sicherungsanteile übernehmen – aber nur unter Bedingungen.

Einordnung in die Normenreihe

EN 12195 ist eine Normenreihe: Teil 1 behandelt die Berechnung, weitere Teile behandeln die Zurrmittel (z. B. Gurte, Ketten, Drahtseile). In Angeboten und Spezifikationen sollte deshalb immer klar sein: Rechenannahme (Teil 1) und verwendete Zurrmittel-Kennwerte (z. B. aus Teil 2/3/4).

Stand: 02.03.2026

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